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Werbung in sozialen Medien ist kennzeichnungspflichtig

Ein Influencer veröffentlichte auf Instagram einen Post, der Werbung darstellte. Ein solcher Post in sozialen Medien muss eindeutig als Werbung gekennzeichnet sein. instagram Bild

Aktuelles Urteil

Im vorliegenden Fall hatte ein Influencer einen Post mit einer wahrscheinlich bezahlten Werbung veröffentlicht. Oft sind Posts mit persönlichen Vorlieben von gesponserten Beiträgen nicht ad hoc zu unterscheiden. Typisch für solche Werbe-Posts sind Affiliate Produkte oder bezahlter Content. Eine Kennzeichnung des Beitrags als Werbung fehlte. In einem anderen Fall wurde der Post mit dem Hashtag #ad oder #sponsoredby gekennzeichnet. Weder die fehlende Kennzeichnung noch die durch Hashtags weist nicht ausreichend auf den werblichen Charakter der Social Media Veröffentlichung hin. Das entschieden das Oberlandesgericht Celle im Urteil vom 08.06.2017 (Az.: 13 U 53/16) sowie das Kammergericht Berlin in einem Beschluss vom 11.10.2017 (Az.: 5 W 221/17).

Konsequenzen

Jegliche werbliche (direkt oder indirekt bezahlte) Veröffentlichung ist als solche zu kennzeichnen, und zwar eindeutig. Eine unterschwellige Kennzeichnung, etwa durch Hashtags, ist nicht ausreichend. Das Urteil hat sicher auch Auswirkungen auf Werbeeinblendungen auf Webseiten. Wer auf Nummer sicher gehen will, fügt dort einen eindeutigen Hinweis auf seinen Seiten ein, wo Werbung eingeblendet wird. Werbung muss als solche erkennbar sein und ggf. durch eine Überschrift oder Unterschrift mit dem Titel Werbung versehen werden. Eine Bezeichnung wie Affiliate Link ist wahrscheinlich nicht zulässig, weil nicht ausreichend verständlich. Neben Instagram gilt das Prinzip der Kennzeichnungspflicht natürlich auch für Facebook, Twitter, Pinterest und andere Plattformen dieser Art. Am besten fügt man auch in der Datenschutzerklärung einen Hinweis ein, dass Werbung auf der Website vorhanden ist und welcher Art die Werbung ist (Werbe-Widget, Bannerwerbung, Affiliate-Links etc.).

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